16 September 2014

Anagrammatik

Der im Großen Bloguator™ eingebaute Humane Anagramm Generator HAG hat kürzlich die Obelreitung und den Patenroster erfunden.

Obelreitung.

Patenroster.

Klar!?!

... verdammt...

 

 

 


ja, sicher, es hätten auch die Lobereitung und der Pastenroter werden können - schlimmer geht immer.

15 September 2014

Fahrstuhl - Lift - Aufzug

In Berlin gibt es noch um die zwei Dutzend Paternoster - also solche endlos umlaufende Aufzüge, in die man während der Fahrt einsteigt bzw. aus der Fahrt abspringt.

Ein Paternoster ist eine Art Karussell für Erwachsene.

Mit Aufzügen gibt es zwar unproportional wenige Unfälle, aber aus Sicherheitsgründen wurden trotzdem viele stillgelegt und abgebrochen. Die noch noch exisiterenden befinden sich meist innerhalb von abgeschlossenen Bürogebäuden. Selbst wenn der Paternoster noch funktioniert ist er daher nur für die Mitarbeiter in dem Haus benutzbar.

Eine Ausnahme ist der Aufzug im Rathaus Schöneberg: Der ist öffentlich zugänglich. Versteht sich, dass Der Große Bloguator™ auf dem Gerät eine Runde drehen musste, als er kürzlich überraschend davor stand:

12 September 2014

Rummel

Der Herr @Hartweizenhirn, seines Zeichens Twitterkönig, hat neulich auf folgendes Kulturerzeugnis hingewiesen: Der Titel heißt Bratwurstzange von einem Künstler namens Rummelsnuff.

Muss man nicht schön finden. Kann man aber immerhin für ... hhrrmm ... hhrrmm... interessant halten.

11 September 2014

Rot

Berlin, Gegenwart. Natürlich gehen wir hier alle bei Rot rüber, was denn sonst?

Aber irgendwer muss den Zugereisten mal erklären, dass wir nur bei Rot über die Straße gehen, wenn gerade "nichts kommt", kein Radfahrer, kein Bus und vor allem kein Auto.

Deutsche Autofahrer sind nicht wie italienische. Hier fahren sie dich um, nur weil sie Vorfahrt hatten. Obwohl der Bremsweg ausgereicht hätte. Berliner Radfahrer sind inzwischen auch so. Busfahrer immerhin wägen manchmal ab. Trotzdem.

Also, liebe Zugereiste: Bei Rot nur gehen, wenn nichts kommt!

10 September 2014

Bolero

Och, für alle, die es lange nicht mehr gesehen haben, mache ich es mal hier rein: Der Abschnitt Bolero von Ravel aus Allegro non Troppo

(für die ungeduldige Leserin: Da entwickelt sich eine ganze Zivilisation aus der weggeworfenen Cola-Flasche eines Raumschiffes)


Allegro Non Troppo - 1977

Wer möchte kann mit mir auch den ganzen Film kucken.

Ich möchte.

08 September 2014

Eulen tragen

Ich frage mich, was sie getan haben, damit der geduldige Vogel immer in dieselbe Richtung schaut:

Was mir dabei eindeutig fehlt, ist dass die seekranke Eule dem Forscher am Ende auf den Kittel kotzt.

07 September 2014

Scheinbar Schöneberg

Neulich in der Schöneberger Scheinbar, Open Stage, jeder Teilnehmer hat für seine Nummer sieben Minuten.

Einer der Künstler kommt aus Rudow und ist dort angeblich sogar geboren. Rudow liegt in der Berliner Prestige-Skala ziemlich weit unten. Aber ein Berliner, der tatsächlich in Berlin geboren ist, ziemlich weit oben.

Wer in der ersten Reihe sitzt, muss bei Shows üblicherweise mitmachen. In der ersten Reihe sitzt nur diesmal leider niemand. Eine Frau in der zweiten Reihe macht begeistert mit und stöhnt bei der ersten Erwähnung verächtlich auf "Oooooh, Rudow!" Als ob sie jemals in Rudow gewesen wäre. Auf die Frage nach ihrem Wohnort nennt sie stolz "Prenzlauer Berg". Das erklärt einiges.

Die folgenden Witze des Künstlers über Prenzlauer Berg versteht sie nicht. Woher soll so jemand auch wissen, dass nach der Wende ca. 85% der Einwohner von Prenzlberg ausgetauscht wurden? Also, dass die Bewohner der Altbauten vertrieben wurden zugunsten besserverdienender Einwohner von anderswo.

Was gleichzeitig zu dem Wissen führt, dass nahezu jeder gegenwärtige Einwohner von Prenzlberg mit großer Wahrscheinlichkeit ein Zugezogener, Touri und Besserverdiener ist. Zu den Besser"verdienern" zählen in diesem Sinne insbesondere die reich verheirateten und die glücklichen Erben mittlerer Vermögen. Und "anderswo", das ist von Berlin aus immer: Die Provinz.

Dass alle folgenden Scherze des gebürtigen Rudower Künstlers über Prenzlberg auf ihre Kosten gehen, bemerkt die Frau in der zweiten Reihe nicht und  plappert immer munter weiter. So jemand ist doch nicht mal satisfaktionsfähig!

Manchmal bedaure ich die Schöneberger Toleranz gegenüber Minderheiten.

 

 

 


oh, klingt das etwa arrogant?

... guuut!

31 August 2014

Schnappatmung

Gerade bin ich in der U7 auf DAS STINKTIER getroffen, wieder einmal.

Es handelt sich dem Aussehen nach um einen verwahrlosten Obdachlosen, der eine intensive Geruchsmischung aus Harn und Eiter verströmt. Sie ist so stark, dass er damit die stumpfsten Zeitgenossen schafft und um den Verstand bringt. Zwei Leute verließen sofort den Waggon, die übrigen blieben mit grünen Gesichtern sitzen, etliche zückten Taschentücher und hielten sie schutzsuchend vor die Nase. Aber vor ihm gibt es kein Entkommen in dem geschlossenen Abteil. Selbst wenn er endlich ausgestiegen ist liegt der entsetzliche Gestank noch drei Stationen lang in der Luft. Kein Witz.

Letztes Jahr habe ich erlebt, wie er in Neukölln in der U-Bahn allein durch sein Auftauchen eine Bande von fünf jugendlichen Rüpeln in die Flucht schlug. Kein Witz, ich schwör!

Was soll man da sagen? Bei seinem Geruch bleibt sogar das übliche Mitgefühl mit den Entwurzelten auf der Strecke. Wenn er kommt verschlägt es dem zufällig Anwesenden buchstäblich die Sprache.




jaa-aa, das mag sich zynisch anhören! Aber es handelt sich wirklich nur um diesen einen Obdachlosen, der mir so dermaßen pauschal unsympathisch ist.

24 August 2014

Selfie

Wie andere Menschen auch ist der Große Bloguator™ eitel. Leider mißlingen die meisten seiner Selfies:





 

 

22 August 2014

Park

Whooaaa! Das speziell gebraute Radioeins-Bier beim Radioeins-Parkfest ist dermaßen gut - whooaaa! Sehr fruchtig - der Hammer!

Und das Parkfest ist wieder so herzig wie jedes Jahr, Radio zum Anfassen. Schon wegen dem Bier: HINGEHEN!

 
Abb. ähnlich (2013)

Wortgeklingel

zu Ehren der Floskelwolke, die eine lange fällige Betrachtung in Gang gesetzt hat

Hohle Phrasen und nicht durchdachtes Wortgeklingel sind eins der Lieblingsthemen des Großen Bloguators™.

Dazu gehören feststehende Redewendungen, die aber bei genauer Betrachtung urdämlich sind. Man sagt halt so. Aber auch überflüssige Beschreibungen, schiefe Bilder. Und fragwürdige Kategorien.

Der "helllichte Tag" und die "offene Straße" sind Klassiker im modernen Nachrichtenwesen. "Brutale Morde", "Blutbad" und "verheerendes Unglück" ebenso. Man kann das alles bei der Floskelwolke und ihren Autoren sehr schön nachlesen.

Hier geht es heute mal um Schuld und Unschuld, um Opfer erster und zweiter Klasse. Tot sind sie aber trotzdem. Genau: Militär und Zivilisten. Männer und Frauen, Erwachsene und Kinder.

Immer wenn vom Krieg berichtet wird, sprechen Medien gerne von "zivilen Opfern" oder "Zivilisten". Anscheinend sind lebendige Soldaten weniger wertvoll. Oder sie hätten sich ja wehren können, beispielsweise gegen einen Granattreffer, schließlich haben sie doch eine Uniform an. Die Zahlen toter Zivilisten werden gerne angegeben, weil es dramatischer klingt. Tote Soldaten machen nicht so viel her.

Womit wir zur Schuldfrage kommen. Eine weitere vielgebrauchte Redewendung ist die von den "unschuldigen Opfern". Das ist nämlich so: Wenn jemand zum Wehrdienst zwangsverpflichtet wird und gezwungenermaßen eine Uniform anzieht, dann scheint er quasi automatisch schuldig zu sein. Woran er Schuld trägt, weiß natürlich niemand so genau. Aber Zivilisten sind jedenfalls unschuldiger.

In diesen Kategorien der Unschuldsvermutung geht es noch weiter: Zivilisten sind pauschal unschuldiger als Uniformträger. Und selbstverständlich sind Frauen unschuldiger als Männer.

Aber am aller-aller-unschuldigsten sind Kinder. Kinder sind immer “unschuldige Opfer”, oder genauer noch “unschuldige Kinder”.

Die Erläuterung, warum das Alter besonders erwähnenswert ist, bleibt regelmäßig aus. Die Frage, warum Kinder erwähnenswerter sind als Erwachsene: Sind sie wirklich erwähnenswerter, weil wertvoller? Oder ist nicht doch jemand wertvoller, der lebenslang etwas gelernt hat und zum Wohl der Gemeinschaft aktiv beitragen kann? Sagen wir mal, eine Krankenschwester oder ein Arzt, vielleicht auch ein Ingenieur.

Warum sind Kinder erwähnenswerter? Doch wohl nur, weil es emotionaler klingt - da wird der Beschützerinstinkt beim Erwachsenen angesprochen und auf die Tränendrüse gedrückt. Irgendwie muss die Zeitung an den Mann gebracht werden. “Wenn die anderen tote Zivilisten beschreiben nehmen wir halt unschuldige Kinder!”

Die Krankenschwester, der Arzt und der Ingenieur hängen vermutlich genauso am Leben und können sich kaum besser gegen Granateinschläge und Gewehrfeuer schützen als ein Kind. Und ein gemeiner Uniformträger der unterlegenen Seite hat auch keine erfolgversprechenden Möglichkeiten, sondern ist dem Kugelhagel noch viel wahrscheinlicher ausgesetzt. Wir nennen so jemand  mit einem anderen drastischen Bild “Kanonenfutter”.

Zur Schuldfrage erläutert die Wikipedia sehr anschaulich "Als Voraussetzung für Schuld wird meist angenommen, dass der Schuldige die Wahlmöglichkeit hatte, die als schlecht definierte Tat zu unterlassen."

Das tätowieren wir jetzt jedem dieser Wortklingler auf die Stirn. Von innen, damit er es besser lesen kann.

21 August 2014

Hohlheit

bei Twitter hatte ich es bereits erwähnt, der Einfachheit halber ziehe ich es mal hier rüber


Ich weiß nicht, was in den Köpfen der Leute vorgeht. Wer es nicht gleich erkennt: Das sind Golf-Tees in Form einer kopflosen nackten Frau. Kann man bei AMAZON kaufen.

lustige_golftees2 

Also: Was mag in dem Kopf von einem vorgehen, der so etwas kauft? Oder verwendet? Da muss doch ein ungeheures Vakuum vorliegen? Oder ist das einfach nur die Gestaltungshöhe von Fußball-Fangesängen? Dumpfbacken versuchen Sport?

Man muss doch wirklich kein Genie sein, um so etwas grottig zu finden. Selbst der Begriff Sexismus ist dafür schon zu viel Aufwand - sie würden ihn nicht verstehen.

Einige dieser Dummbeutel geben auch noch Rezensionen darüber ab:

"Rezension bezieht sich auf: Living-Point Lustige Golftees 6er, hautfarben, Nackt Tee 6er (Ausrüstung):

Ich bestellte diese Goolftees zu einem Geburtstag für einen guten Freund, da dieser begeisterter Golfer ist und ich mir dachte, etwas Erotik auf dem Golfplatz wäre sicherlich nicht schädlich.

Das 6er-Pack Golftees der Marke Living Point hat die Form eines wohlgeformten Frauenkörpers und gibt in der Tat ein herrlich lustiges Bild auf dem Golfplatz ab. Unter den etwas prüden anderen Golfern sind die Nuddie Tees echte Hingucker…”

Hm, ja, sicher, prüde.

Zum Beweis der Auszug aus der Amazon-Seite:

lustige_golftees1

A propos Dummbeutel - Amazon ist ja großzügig, und mit ganz wenig Aufwand wird man in diesem Zusammenhang auf die nächste Absonderlichkeit hingewiesen:

lustiger_ballsack2

Ja, ja, das ist genau das wonach es aussieht - es geht um Golf, Bälle und Golfbälle.

Männer! Das ist ein Wortspiel, das im Deutschen noch nicht mal funktioniert!

Und wer sich mit derartigen Bullenklöten in freier Wildbahn zeigt, macht sich vollends lächerlich.

lustiger_ballsack1

Oder, wie der mitfühlende Nachbar verständnisvoll fragt: “Ist Ihrer wirklich so klein?”

20 August 2014

Intern

Hier kommt einer speziell für Nic, zum Fußnägelhochrollen:


Hinweis für die anderen, hint hint, es steht im Zusammenhang mit Tabakwaren.

19 August 2014

... und dann ist da noch ...

... der sensationelle Geheimplan


 

Neulich, auf der Bierzeltgarnitur vor der Eisdiele lag diese Ausgabe der Freizeitwoche herum.

Wer je Zweifel hatte, dass so Redakteure von Goldenen Blättern ziemlich wirr im Kopf sein müssen, erhält hier die Bestätigung. Ich wiederhole die Schlagzeile einmal ohne die grauenhafte Typografie:

Carmen Nebel und Andy Borg
Sensationeller Geheimplan
Wird aus ihrer Freundschaft bald mehr?

In der Welt der Freizeitwochejournalisten plant man so etwas. Bald mehr!

"Du, wir sind doch schon so lang befreundet. Meinst, da können wir doch bald mehr draus machen!"

"Och, joh, können wir schon machen."

"Ach, schön. Wann passts dir denn?"

"Also nicht nächste Woche, da hab ich eine Tournee. Ich bin beim Schützenfest in Gerolsheim."
"Ja. Stimmt. Ich doch auch!"
"Dann übernächste Woche."

"Ja. Oder bald."

"Nee, da kann ich nicht, da krieg ich ein Kind."
"Ach so. Na dann halt ein anderes mal."
"Ja, genau. Aber das muss richtig geheim bleiben! Da machen DIE MEDIEN sonst wieder so eine Sensation draus."
"Ja, stimmt."
Und so kam es, dass sich das Mehrdraus der Freundschaft zwischen Andy Nebel und Carmen Borg noch ein Weilchen verzögern sollte.
 

Aber in der Welt der Freizeitwoche-Journalisten sind Dietmar Schönherr und Vivi Bach auch endlich wieder vereint. 1,80m unter der Erde.

Ich glaube, das ist gar keine echte Freizeitwoche, sondern eine Parodie von der Titanic. Oder von MAD. Ich finde den Hinweis nur nirgends.

18 August 2014

Feinsinn

The tiiiiiimes, they are a-changing! Erkennt jemand den Feinsinn hier drin?

Neulich wurde hier in Berlin jemand gefasst und eingebuchtet, den man der Brandstiftung bezichtigt. So sagt man, so lange einer nicht verurteilt ist.

Na?

Also, Hinweis für diejenigen, die neu auf unserem Planeten sind: Da steht doch tatsächlich "mutmaßlichen", wo es sich um einen noch nicht verurteilten Verdächtigen handelt. Eine ganz und gar zutreffende Nachricht demnach, man könnte es beinah schon als Information bezeichnen.

Wie jetzt: Noch einen Tipp? Na schön: Es handelt sich hier um eine Schlagzeile der BILD-Zeitung.

Ich falle vom Glauben ab. BILD, was ist bloß aus dir geworden? Kein peinliches privates Foto und noch nicht mal die solide Vorverurteilung eines zugegebenen Schwachkopfs, der sich als Zielscheibe geradezu anbietet - ich bitte euch! Das ist doch nicht euer Niveau!

17 August 2014

Wahrheit

Ich musste es tun! Dieses Olivenöl aus dem bevorzugten türkischen Supermarkt habe ich nur gekauft, weil Ehrlichkeit bei der Inhaltsangabe auf Lebensmitteln endlich einmal belohnt werden muss.

Muss!

Ich erwarte gar nicht, dass es schmeckt.

 

 

 


btw.: Erinnert sich eigentlich noch jemand an den Olivenöl-Skandal in Spanien Anfang der 1980er Jahre? Irgendwie ist der erstaunlich schnell in Vergessenheit geraten.

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