01 Juli 2015

Karate

Hin und wieder soll hier ruhig auch einmal Platz für Albernheiten sein – die regelmäßige und geneigt/e Leser/n weiß ja, dass es sich bei diesem Blog um ein *totaaal* *seriöööses* Nachrichtenmedium handelt.

Ab einem bestimmten Alter ist nämlich der durchschnittliche Bundesdeutsche mit höchst albernen Kung-Fu-Filmen aufgewachsen, die der Schwerkraft wie auch insgesamt jeglicher Logik spotten. Diese werden im folgenden Werk einfallsreich karikiert¹:

 

 

 


¹ persifliert? Satiriert? Hm...

² kam hier im Blog die Rede eigentlich schon einmal auf Persipan?

26 Juni 2015

Gegensatz

Wo wir schon mal bei der Seefahrt sind … es gibt da diesen Gegensatz zwischen den Jollenseglern¹ und den Dickschiffern.

Eigentlich ist in der Seefahrt ein “Dickschiff” ein richtig großer Kasten, hundert Meter lang, tausende Tonnen Verdrängung. So Hobbysegler halten sich aber auch für Dickschiffer: Zehn Meter lang! Gute vier Tonnen!

Je nun. Im Binnenland, und vom Steg aus betrachtet, gilt die Gleichung:

Dickschiff = Segelboot (Kajüte + Kiel)

Bilderklärung für den Laien:

“Kiel”: Skipper hat Angst, dass sein Boot umfällt.

“Kajüte”: Skipper befürchtet, dass es auf die Tischdecke regnet.

 

 


¹ branchenintern sagen wir bisweilen “Dünnschiffsegler” – das ist Ironisch im Gegensatz zum Dünnbrettbohrer

24 Juni 2015

Anlegen

Hier etwas spezielles aus der Seefahrt:

Norwegische Kampagne zur Verkehrserziehung auf dem Wasser: "Anlegen ist eine Kunst. Macht man am besten nüchtern."

via Segelreporter

20 Juni 2015

Aufbinden

In der Regel hält der Große Bloguator™ überhaupt nichts vom allzu unbedachten Herumspielen mit mächtigen Wildtieren. Aber dieser riesige Bär ist der zufriedenste der Welt. Und sieht zudem sehr flauschig aus:

19 Juni 2015

Seil Schot Leine Strecker

Kann ich jetzt auch!

 
6mm-Augspleiß

 ... leider noch nicht sehr zuverlässig...

 
9mm-Spleißmurks

18 Juni 2015

Multiples Kranversagen

Dieser eigentlich ziemlich uninspirierte Youtube-Link kommt nur wegen des blöden Wortspiels in der Überschrift¹. Und weil der Große Bloguator™ vom Bau ist, sowie - im weitesten Sinne - Ingenieur.


Für den Ingenieur ist einerseits ganz interessant, wie oft die Krane nur deshalb umkippen, weil sich niemand über den Zusammenhang von Last und Reichweite Gedanken gemacht hat. (Hebelgesetz, lernt man in der Schule - man muss allerdings auch bis zur achten Klasse hingehen). Andererseits auch, wie oft bei den Teleskopkranen einfach das Teleskop mittendrin bricht, anstatt dass irgendeine Sicherung solche Lasten verhindert.

Zum Schluss der Versuch einer Spitzenleistung im Fach "Multiples Kranversagen". Wer es nicht so genau erkennt: Da wird in einer Kaskade jeweils ein Kran vom nächstgrößeren angehoben und dieser dann wieder vom nächstgrößeren - insgesamt wohl vier oder fünf Stufen, irgendwann werden "...tausend Tonnen" aufgerufen.. Wie es ausgeht sieht die geneigte Leserin selbst.

 

 

 


¹ man nennt es "Ästhetik des Unfugs"

Vorbei

Im Kaufland an der Ecke verkaufen sie Butter "mit Atlantik-Meersalz, handgewickelt!" Soll demnach ein Feinschmeckerprodukt sein, durch Handwickelung zertifiziert. Auf der Rückseite ein Zitat von Francois de La Rochefoucauld "(1630-1680)".


Kaufland gehört zu Lidl. Und das alles ist so unfassbar weit an deren Kundschaft vorbei...

 

11 Juni 2015

Kürzester Hinweis

Ausnahmsweise ohne langes Gedöns: Rechts unten in den Links (die befinden nur dort, damit ich solche Sätze schreiben kann) liegt jetzt in "Weite Welt" ein neuer Link in die weite Welt: Die Sammlung des Metropolitan Museum of Art in New York ist online. Und die ist großartig!

Der Peter Glaser hat mich wieder einmal drauf gebracht - er veröffentlicht in dermaßen vielen Publikationen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen sollte. Hier also nur sein Twitter-Account: @peterglaser

10 Juni 2015

Zwischenstand

Der Heimcomputer ist mittlerweile seit mehreren Jahrzehnten erfunden und für jeden zugänglich. aber ich erhalte immer noch automatisch erstellte Mail wie diese:
Guten Tag{var_s_fullname},

mehr als 70 Euro pro Monat muss eine Krankenversicherung nach den aktuellen Beitragsanpassungen nicht mehr kosten…


undsoweiter, kenntjajeder, naklar!
Also, das ganz oben, in der geschweiften Klammer, stand da genau so, das habe ich nicht etwa aus Gründen der Anonymisierung eingefügt.

Kürzlich stieß ich im Android-Software-Shop, der Google-Play-Store genannt wird, auf folgendes Inserat:
Boot-Uhr können sie finden Boote und Schiffe und folgen ihnen auf einer Echtzeit-Karte leben.

Ja ja, genau. Wenn ich dann wieder anmerke, die Welt sei voller Idioten, wird mir das als schlimme Überheblichkeit ausgelegt.



Jeder weiß: Das Internet ist voll von solchem Zeug. Dabei: Leute, die einen Computer bedienen dürfen, müssen ja wenigstens lesen und schreiben können. Dennoch reicht ihr Horizont zwar bis zum Absendeknopf, aber das Verschickte vorher noch einmal auf seine Zweckmäßigkeit zu überprüfen kommt ihnen nicht in den Sinn - also die simple Frage: Versteht der Empfänger das Geschreibsel oder will er irgendwelchen Scheiß lesen, wenn er mit {var_s_fullname} angesprochen wird?

Gerade vorgestern wurde der Vorschlag der Bildungsministerin, ein Schulfach “Alltagswissen” einzuführen, als populärer Aktionismus hämisch abgetan. Fragt man sich doch, wo die Leute leben, die so simple Kenntnisse überflüssig finden. Offenbar muss keiner von denen seine Mail selbst lesen. Ganz zu schweigen vom Handyvertrag.

Wer ein schönes Beispiel für Bildungsdünkel erleben will hört sich dieses Interview mit dem Bundesvorsitzenden des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann an. Der findet die Schule mit solchen Aufgaben wie “Alltagswissen” völlig überfordert, will vom gegenwärtigen sogenannten “Bildungskanon” nicht abrücken und verweist genau diese Aufgaben des Alltagswissens zurück ins Elternhaus.

Dass das nicht funktioniert, sieht man ja täglich, übrigens gerade auch bei einer großen Zahl Akademikern. Woher soll es auch – die Eltern sind in dieser Hinsicht bereits ebenso unfähig.

Zugegeben das Boot-Uhr-Beispiel da oben stammt aus dem Ausland, aber es illustriert perfekt die verantwortungslose Arbeitsweise, wie sie auch in Deutschland derzeit weit verbreitet ist.

09 Juni 2015

NewzBeats!

Das hier ist ganz wunderbar - in Uganda werden Nachrichten gerappt:




Das ist so cool, die beiden kopfnickenden Moderatoren, die durchaus ernste Umweltnachrichten im Rapstyle vortragen. Davon können sich die um Lockerheit bemühten deutschen Privatsender mit ihren "Nachrichten"sendungen gleich mehrere Scheiben abschneiden.

Bin über die Twitterin Anne Zombiepanda @nightlibrarian und diesen von ihr verlinkten Artikel drauf gestoßen.

04 Juni 2015

Glück

Manchmal habe sogar ICH Glück! Heute ist wohl so ein Tag. Und zwar:

Jeden Donnerstag spielt im Lokal bei mir unten im Haus ein ziemlich sehr großartiges Ensemble Gypsy-Swing, das ist so 30er-Jahre-Jazz. Diese Veranstaltung war bisher schon immer wirklich schön.

Aber heute haben sie verabredet, draußen zu spielen, *vor* dem Lokal. Bisher waren sie immer drinnen.

Und *Vor dem Lokal* ist genau unter meinem Balkon. Kann ich also an einem lauen Frühsommerabend auf meinem Balkon lümmeln, höre hochwertigen Gypsy-Jazz, genieße die Aussicht und trinke dazu den Wein, den ich kürzlich vom Lago mitgebracht habe.

Für mich sieht Glück ziemlich genau so aus.

Naja, es könnte noch jemand mittrinken.

...?

... muss ich wohl doch wieder runter in die Bar.



die Beweisfotos sind dem Bodennebel zum Opfer gefallen und werden bei Gelegenheit nachgereicht.


Na gut, nur eine Woche später, selbe Stelle:


 

Ja, äh, super, es geht! Mein erster Versuch mit Video im Blog, wie man leicht erkennt: Nicht nachbearbeitet, nicht gedreht, mit dem Handy gefilmt und so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann. Und die Musik mag in diesem speziellen Ausschnitt auch ziemlich langweilig wirken - ist sie nicht!

03 Juni 2015

Imbiss

Vorhin im Thai-Imbiss im Kaufland. Rundlicher Mann mit zwei leicht adipösen¹ Kindern tritt ein (Junge, ca. 8, Mädchen ca. 10): "Was wollt Ihr denn essen?"

Junge brüllt begeistert: "Nudeln mit FLEISCH!" Dabei betont er besonders das Fleisch. Und gleich noch einmal: "Nudeln mit FLEISCH!"

Mann zum Jungen: "Nerv nich..."

Feister Junge wiederholt eindringlich: "Nudeln mit FLEISCH!", wieder mit besonders inniger Betonung auf das Fleisch. Dabei sieht der Junge nicht nach Mangelernährung aus. Einseitig vielleicht - aber keinesfalls zu wenig.

Wenn man schon eine Weile in Berlin wohnt, denkt man sich sein Teil. Etwa, dass es sich hier wohl um den treulosen Sohn einer Erz-Veganerin handeln muss, der, sobald er der strengen Aufsicht seiner Mutter entschlüpft ist, riesige Mengen an Fleisch in sich hineinschaufelt.

Vielleicht verhält es sich aber auch ganz anders.


aus nie ganz zu klärenden Gründen kultivierte der Vater des Großen Bloguators™ früher immer die Spruchweisheit "Dummheit frisst - Intelligenz säuft!"

¹ der Ausdruck "adipös" ist neuhochdeutsch. Früher, als die Menschen noch herzloser waren, sagten sie "fett".

02 Juni 2015

Büroheiztirade

Im Büro ist es kalt. Draußen ist es warm. Damit es im Büro warm wird, müsste ich das Fenster aufmachen. Dann würde ich aber auch die ganze Zeit hören, wie der Wind durch die Bäume fährt und sie ordentlich durchschüttelt und rauschen lässt: "Der See ruft!" Er sagt mir, dass ich gefälligst kommen und mich auf ein Segelboot setzen und sinnlos Zeit mit dem Herumbrettern auf den Wogen verplempern soll. Doch ja, unser See sagt so etwas.

Wenn ich höre, wie der See ruft, kann ich mich nicht konzentrieren. Dann wird meine Arbeit fehlerhaft und ich muss außerdem leider den Kollegen auf die Nerven fallen, die für dieses Elend überhaupt kein Verständnis haben.

Tja. Jetzt sitze ich frierend am Schreibtisch. Ob meine Arbeit dadurch besser wird kann ich noch nicht sagen. Tja.





Wenn man alles richtig macht (heißt: Bei ordentlich Wind am Boot sein) kann das etwa so aussehen (die rote Mütze war anschließend weg):


Fotos bereits aus dem Jahr 2012 von der großartigen Äintschie





bevor irgendjemand auf kluge Ideen kommt und das Zauberwort "Heizung" sagt - es handelt sich um eine Nachtstromspeicher-Elektroheizung mit mittelalterlicher Steuerung. Bedeutet in der praktischen Anwendung: Man muss am Abend vorher wissen, ob es am nächsten Tag kalt zu werden gedenkt. Besonders schwierig, wenn montags gearbeitet werden soll.

28 Mai 2015

Grundrechenarten für Trottel


  
Da wünscht sich einer 0,5 Liter Benzin für 1,-€.

Na?

Genau, so funktionieren 1-€-Shops nämlich.

Aber Autofahrer glauben ja auch besonders gerne, dass ausschließlich der Sprit Kosten versursacht. Und dass nur das gefährlich ist, was aus dem Auspuff kommt. Den letzten Werkstattbesuch haben sie verdrängt, Versicherung ist gaaaanz billig, weil sie schon seit fast drei Jahren unfallfrei fahren und warum man den lästigen Erste-Hilfe-Kurs machen soll können sich die meisten auch nicht erklären.

Nun ja.





der Große Bloguator™ fährt übrigens durchaus selbst Auto. Besitzt aber kein eigenes.

27 Mai 2015

Echtzeit!

Ich weiß nicht, wie es funktioniert – aber es ist so was von GEIL!!! dass mir der Atem stockt: Der Transit Visualization Client zeigt die Bewegung von Fahrzeugen der öffentlichen Verkehrsmittel an – in Echtzeit!

Heißt: Man kann den Bussen und U-Bahnen der Stadt am Bildschirm beim Fahren zusehen. HAMMER!

Hier für Berlin (via den Checkpoint vom Tagesspiegel)


schade, so cool wie das ist hätte ich es hier gerne eingebunden – geht aber anscheinend nicht, daher nur ein Standbild

21 Mai 2015

Heimatkunde


Heute mal wieder etwas ganz anderes

Über die Vorschläge zum Grimme-Online-Award 2015 bin ich auf dieses bemerkenswerte digitale Angebot gestoßen:

M29 – Berlins Buslinie der großen Unterschiede

Herausgegeben wird es von der Berliner Morgenpost aus dem Springer-Verlag, nicht unbedingt die bevorzugte Hauspostille des Großen Bloguators™

… aber!

Am Beispiel dieser Buslinie werden die großen sozialen Unterschiede in Berlin deutlich  gemacht – und zwar vollständig wie auch neutral (erwartet man ja von Springer-Veröffentlichungen nicht gleich).

Im Kopf der Seite sieht man die Aussicht aus der vordersten Sitzreihe oben und kann auch den gewünschten Streckenabschnitt anklicken.

Darunter kommen soziologische, ökonomische und heimatkundliche Betrachtungen zum Wahlverhalten, der Herkunft, dem Einkommen und der Altersstruktur. Und auch Mietsteigerungen, Einbrüche und Ferienwohnungen (eine simple Information, die die Berliner Verwaltung angeblich nicht darstellen kann).

Zu jedem Stichwort wird eine kleine Grafik zur Lokalisierung eingeblendet, d.h. wo entlang der Linie die jeweilige Haltestelle liegt und welche Verhältnisse dort herrschen. Damit sind endlich einmal die Möglichkeiten der interaktiven Darstellung zur Verständlichkeit des Lesers genutzt.  An sich schade, dass man das so hervorheben muss, aber ist ja keineswegs selbstverständlich.

Oh ja! Sehenswert! Hingehen!

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